Donnerstag, 7. Juli 2016

Das Selbstmordattentat der ISIS in Medina

Die ISIS hat nichts mit dem Islam zu tun. Provokante These? Das beste Beispiel dafür ist doch das Selbstmordattentat vor wenigen Tagen in Medina. Ausgerechnet Medina. Der Selbstmordanschlag passierte genau vor jener Moschee wo sich das Grab des Propheten Mohammed befindet. Vier Todesopfer waren dabei zu beklagen. Den Attentäter als fünftes Opfer zu bezeichnen finde ich unpassend. Er sieht sich ja schließlich selbst auch nicht als Opfer...

Wo gab es also in den letzten Tagen außer in Medina sonst noch Selbstmordattentate der ISIS? In der Stadt Katif. Diese ist rein zufällig hauptsächlich von Schiiten bewohnt und wenn man es ganz genau nimmt, dann sind bei den Attentaten der ISIS in Saudi-Arabien, fast immer nur die Schiiten das Ziel der Anschläge.

Der Anführer der ISIS, Abu Bakr Al-Bagdadi hat die Bevölkerung von Saudi-Arabien immer wieder dazu gefordert sich gegen die Herrscherdynastie zu stellen. Das saudische Königshaus wurde von ihm immer wieder der Tyrannei bezichtigt und der Abgang vom wahren Glauben wurde den Herrschenden ebenso regelmäßig vorgehalten.

Was wohl der Prophet Mohammed dazu sagen würden, wenn sich Menschen (angeblich in seinem Namen) in die Luft sprengen... Die islamische Welt sollte, alleine schon aufgrund dieses einen Attentats, noch mehr Anstrengungen unternehmen um die Terrororganisation der ISIS dorthin zu schicken wo sie hingehört – in die Hölle.