Dienstag, 3. März 2015

Botschafter Andrij Melnyk über die Nazis in der Armee der Ukraine

Andrij Melnyk (Botschafter der Ukraine in Berlin) hat während einer Talkshow bei Günther Jauch zugegeben, dass die Neo-Nazis Teil der ukrainischen Armee sind. Seinen Angaben nach werden diese Nazis von der Führung in Kiew koordiniert und kontrolliert (Na dann ist ja gut...)


Nachdem er dies so locker drauflos geplappert hat verkündete er folgende Unwahrheiten:

Einen T-80 Panzer gibt es nicht in der Armee der Ukraine.“

Naja wenn man es nun wirklich ganz genau nimmt hat er sogar Recht. Die Ukraine besitzt nämlich nicht einen T-80 Panzer, sondern (laut Infoquelle Wikipedia) deren 271 Exemplare.

Dann sagte er noch: "Was den Rechtsradikalismus betrifft, gibt es in unserem Parlament seit der letzten Wahl keine einzige Partei, die rechtspopulistisch ist. Und das ist eine wichtige Tatsache!"


Da leidet der liebe Andrij wohl ein bisserl an Vergesslichkeit. Immerhin ist der rechtsradikale Populist Oleh Ljaschko von der Radikalen Partei nicht nur irgendjemand im Parlament, sondern er ist unwichtigerweise sogar ein Mitglied der Regierungskoalition. Ups hat er wohl eben vergessen. Vielleicht ist ihm aber auch nur entfallen, das der liebenswerte Oleh Ljaschko auch Mitbegründer der Nazi-Kampfverbände Regiment Asow und dem Bataillon Schachtar ist. Möglicherweise hat Andrij auch verdrängt, dass die beiden Leader des Rechten Sektors direkt gewählt wurden und nun Parlamentarier sind. Dabei handelt es sich um Dmytro Yarosh und Borislav Bereza. Wie schade, dass er auch nicht weiß, dass es sich bei Andriy Biletsky, dem Anführer der Asow, um einen Nazi handelt. Das Andrij Melnyk von Andriy Parubiy getäuscht wurde, weil der Gründer der ukrainischen NSDAP, die Sozial-Nationale Partei in Swoboda umgetauft hat, möge dem lieben Andrij Melnyk verziehen sein. Andriy Parubiy ist mittlerweile nicht nur Abgeordneter im Parlament, sondern auch der Vizevorsitzende der Rada...

Noch eine Unwahrheit von Andrij Melnyk soll nicht unerwähnt bleiben:
"Als wir voriges Jahr von den Russen angegriffen wurden, gab es kaum eine Armee. Es gab sehr viele Freiwillige die sich bereit erklärt haben, für ihr Land zu kämpfen."

Die NATO hat in den letzten zehn Jahren gemeinsame Manöver mit der ukrainischen Armee (oder war das nur ein Phantom) durchgeführt. Nachdem voriges Jahr der demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch, er war auch Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, gestürzt wurde, hat die reguläre Armee sich dem Befehl des Putsch-Regimes widersetzt und die sogenannte „Antiterror-Operation“ gegen Donbass nicht durchgeführt!

Günther Jauch hat sich über die Rechtsradikalen in der ukrainischen Armee folgendermaßen geäußert "Das ist der Rechte Sektor, das ist wie im Bild gesehen die Asow-Armee ... aber das sind ja nicht nur ein paar Versprengte... Das sind ja Tausende von Kämpfern ..."

Melnyk: "Diese Verbände, kämpfen zusammen mit der Armee, mit der Nationalgarde, mit anderen Verbänden, sie werden von Kiew koordiniert und kontrolliert.

Jauch: „Sie können also für das was diese Verbände machen ihre Hände ins Feuer legen?“

Melnyk:“Es besteht keine Gefahr, dass sie etwas alleine tun, was sie mit der Armeeführung nicht koordiniert hätten. Sie werden vom Generalstab koordiniert und sind Bestandteil unserer Verteidigungskräfte. Ohne sie, wäre das Vorrücken der russischen Armee schon viel weiter gewesen."

Wenn Putin das gewollt hätte, dann wäre Kiew binnen weniger Tage eingenommen worden.

Irgendwie hinterlässt es ein flaues Gefühl in der Magengegend wenn man sich zwar einerseits darüber freut, dass vor 70 Jahren die Nazis besiegt werden konnten, andererseits aber eine Armee welche zu einem nicht unwesentlichen Bestandteil aus Neo-Nazis besteht in die NATO integriert werden soll... Zumindest genauso furchtbar ist es, dass das Saalpublikum zu diesen Lügen auch noch applaudiert... Herzliche Gratulation an den „Saaleinpeitscher“...

Anbei der Link zu der Sendung mit Günther Jauch in dem Andrij Melnyk zugibt, dass Neo-Nazis für Kiew kämpfen...