Mittwoch, 27. Mai 2015

Aktuelles zum Thema Gold

Australien

Im ersten Quartal 2015 wurden, im Vergleich zum Vorquartal, in Australien um fünf Tonnen weniger Gold gefördert. Das entspricht einem minus von sieben Prozent. Das Goldgehalt war auch eher mager. Aufgrund des hohen Goldpreises war es wirtschaftlich dennoch sinnvoll dieses Erz zu bearbeiten. In Australien wurden 2014 insgesamt 270 Tonnen Gold gefördert (entspricht ungefähr der Menge welche Österreich insgesamt besitzt). Dies ergibt in der weltweiten Förderung den zweiten Platz hinter China.

China

Unter der Führung von Shanghai Gold Exchange wurde eine internationaler Fonds eingerichtet. Der Zweck ist es den Zugang zum Aufbau von Goldreserven, den an diesem Fonds beteiligten Staaten zu erleichtern. Für dieses Projekt wurden ca. 15 Milliarden Euro eingesammelt. Insgesamt haben sich an diesem Fonds 60 Länder beteiligt. Die gab ein Sprecher der Shanghai Gold Exchange gegenüber der Xinhua bekannt. Damit Afghanistan und Kasachstan in der Lage sind ihre Goldförderung zu steigern, wird mit den Fonds-Geldern in deren Goldminensektor investiert.

Österreich

Bis zum Jahr 2020 will die Österreichische Nationalbank die Hälfte ihrer Goldreserven in Wien haben. Insgesamt kommen also 110 Tonnen Gold nach Hause. Ein Großteil davon dürfte von der Bank of England kommen, welche man im vorigen Jahr einer Inventur unterzogen hat. Österreich besitzt insgesamt 280 Tonnen Gold. 140 Tonnen Gold sollen 2020 in Österreich sein, 84 Tonnen bei der Bank of England und 56 Tonnen in der Schweiz.

Russland

Russland häuft große Mengen an Gold an. In den letzten zwölf Monaten sind Russlands Goldreserven auf 1.238,3 Tonnen angewachsen. Das entspricht einem Wachstum von 19 %.
Dimitry Tulin von der Bank of Russia sagte vor den russischen Politikern des Unterhauses “Wie sie wissen, erhöhen wir unsere Goldbestände, obwohl das mit Marktrisiken verbunden ist. Der Goldpreis schwankt, aber auf der anderen Seite ist es garantiert zu 100 Prozent frei von rechtlichen und politischen Risiken”. Er verwies auch auf die Möglichkeit, dass Russlands Auslandsvermögen eingefroren werden könnten. Man denke dabei nur an die Strafsanktionen bezüglich der Ukraine...
In der Strategie von Zentralbanken und den privaten Goldbesitzern gibt es keinen Unterschied. Gold ist nichts anderes als eine Versicherung gegen die Verlustrisiken innerhalb eines Geld- und Finanzsystems. Damit das Gold dem Erhalt der Zahlungsfähigkeit dienen kann, muss man die jederzeitige Verfügungsgewalt über das physische Edelmetall haben. Das ist der Hauptgrund warum immer mehr Länder wieder damit beginnen ihre im Ausland gelagerten Goldbarren nach Hause zu holen.