Montag, 28. Oktober 2019

Generalüberholte Smartphones kaufen und damit die Umwelt schonen

Beim Klimawandel fallen den Menschen viele Gründe ein, welche dafür in Frage kommen, aber nur selten denkt man dabei an die Mobiltelefone. Diese sind allerdings sowohl in der Nutzung als auch in der Produktion für eine enorme Anzahl von CO²-Emissionen verantwortlich. Regelmäßige Neuanschaffungen werden angekurbelt, weil die Hersteller, jedes Jahr neue Modelle auf den Markt werfen. Gleichzeitig werden die Anforderungen der Apps an die Prozessoren der Smartphones immer höher. Fakt ist, dass die Apple-iPhone oder Samsung-Galaxy-Modelle nur ganz selten so lange genutzt werden bis diese kaputt sind. Sie werden zumeist vorher ausgetauscht.

Laut der Umweltorganisation European Environmental Bureau (EEB), werden die Smartphones in Europa, durchschnittlich drei Jahre genutzt. Jedes Jahr werden 211 Millionen neue Smartphones gekauft. Würde man die Smartphones, um ein Jahr länger nutzen, dann könnte Europa zwei Millionen Tonnen CO² einsparen.

Was passiert mit den alten Smartphones?

In manchen Haushalten, werden die ausgedienten Mobiltelefone, an andere Familienmitglieder weiter gereicht z.B. an die Kinder. Viele Smartphones landen allerdings in den Schubläden. Schade, denn in den Geräten befinden sich Seltene Erden und Rohstoffe, für welche sich eine Wiederaufbereitung des Smartphones oder eine Rückgabe an den Händler lohnt. Lediglich 11% der ausgedienten Geräte, werden zum Händler gebracht.

Einen Beitrag zum Umweltschutz kann man bereits beim Einkauf leisten und dabei auch Geld sparen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Anbieter von generalüberholten Elektronikgeräten. Die genutzten Geräte, welche in einem technisch einwandfreien Zustand sind, werden optisch aufbereitet und deutlich unter dem Neupreis, verkauft.

Das Interesse an den gebrauchten Produkten steigt. Die schwachen Akkus werden ausgetauscht, die Kratzer verschwinden und beim Kauf hat man das Gefühl, dass es sich um ein neues Smartphone handelt. Entgegen dem Kauf via Kleinanzeigen im Netz, haben die Käufer der gebrauchten Mobiltelefone, ein Rückgaberecht von 14 Tagen. Dies reicht aus, um die Geräte zu testen und bei Zweifel wieder zurücksenden zu können. Bei Kleinanzeigen gibt es diese Garantie und dieses Rückgaberecht nicht – daher sind diese Produkte zumeist noch ein wenig günstiger.

Die meisten Smartphones, stammen übrigens von Unternehmen, welche die Mobiltelefone für ihre Angestellten regelmäßig austauschen und zu einem Festpreis an die von generalüberholten Produkten verkaufen. Nachdem es heutzutage kaum noch große Sprünge in der Smartphone-Entwicklung gibt, sind immer mehr Menschen nicht mehr gewillt, wegen einer etwas besseren Kamera oder/und einem mäßig schnelleren Prozessor tief in die Tasche zu greifen.

Das meiste Geld lässt sich sparen, wenn man bereit ist ein Modell einer älteren Generation, gepaart mit leichten Kratzern auf der Rückseite des Smartphones zu akzeptieren.

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