Samstag, 21. November 2015

Die Nachfrage nach Silber übersteigt längst das Angebot – Kommt jetzt der Preisanstieg?

Die Markfforscher GFMS haben zusammen mit The Silver Institute, für das Jahr 2015, einen vorläufigen Silberbericht veröffentlicht. Wie schon in den Jahren 2013 und 2014, soll es auch in diesem Jahr ein Angebots-Defizit geben. Damit die Silbernachfrage befriedigt werden könnte, bräuchte man 1.057,1 Millionen Unzen Silber. Es werden allerdings nur 1.014,4 Millionen Unzen Silber im Angebot zu finden sein. Das diesbezügliche Defizit beträgt also 42,7 Millionen Unzen Silber. Anders ausgedrückt fehlen 1.327,97 Tonnen Silber.

Grund für das Defizit sind die immer geringer ausfallenden Minenproduktionen. Selbst gegenüber 2014 sinkt die Minenproduktion abermals um 3 %. Zum Glück sinkt seit 2011 die Silber Nachfrage im Bereich der Elektronikindustrie, ansonsten wäre die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage noch viel größer. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Silberpreis, laut GFMS, um 18,3 % gesunken. Sehr lange wird dieser Preis aber nicht mehr zu halten sein. Die vermehrten Kosten beim Minenabbau und die gleichzeitig immer geringer ausfallende Ausbeute werden schon sehr bald zu Minenschließungen führen. Die Frage wird nur sein wie viele es sein werden und ob bereits in den nächsten fünf Jahren, wegen Unrentabilität, nicht der komplette Abbau gestoppt wird.

Besonders krass ist das diesbezügliche Nordamerika. 2001 wurden in den U.S.A. und Kanada insgesamt 96,6 Millionen Unzen Silber gefördert. Die Nachfrage betrug 9,2 Millionen Unzen (also nicht einmal 10 %). Der Rest blieb für die Industrie und die Schmuckerzeugung. 2014 wurden nur noch 53,4 Millionen Unzen abgebaut. Die Nachfrage stieg im Gegensatz dazu auf 73,3 Millionen Unzen Silber. Für das heurige Jahr wird ein Abbau von lediglich 48,8 Millionen Unzen und eine Nachfrage von 75 Millionen Unzen erwartet. Es gibt also viel zu importieren. Es stellt sich halt immer mehr die Frage: Woher?