Samstag, 28. November 2015

Österreichs Profifußball muss dringend reformiert werden – Schon wieder ist ein Verein pleite

Österreichs Fußballer gehören seit kurzem zu den Besten in ganz Europa. Mit dieser Entwicklung können aber, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht, viele sogenannte Profiklubs aus Österreich nicht mithalten. Mit Austria Salzburg ist diesmal ein Verein aus der zweithöchsten Spielklasse von der Insolvenz betroffen. Die Salzburger stehen somit bereits zur Hälfte der Meisterschaft als Fixabsteiger fest. Viele Spieler werden den Verein wohl bereits in der Winterpause verlassen. Österreich ist ganz einfach nicht in der Lage 20 Profiklubs zu haben. Umgerechnet auf Deutschland würde das etwa 200 Profifußballvereine bedeuten... Das würde man dort wohl auch für absurd erachten..

Am vernünftigsten wäre es einen radikalen Neubeginn ins Leben zu rufen. In der höchsten Spielklasse sollte jedes Bundesland eine Mannschaft und die Hauptstadt Wien eine zweite Mannschaft stellen dürfen. Somit hätte man zehn Vereine am Start. Für einige Bundesländer mag es dabei zwar, aus sportlicher Sicht, zu gewissen Härten kommen allerdings würde sich das Projekt langfristig lohnen. Wie in den U.S.A. in der NFL sollte es keine Auf- oder Absteiger in diese Liga geben. Die Teams würden somit nicht unnötigerweise zusätzliches Geld in die Mannschaft stecken, welches zumeist eh nicht wirklich vorhanden ist, um gerade so (oder wenn es dumm läuft auch nicht) den Ligaverbleib zu schaffen. Nachdem es keine Absteiger gibt, hätten die Sponsoren auch weniger Ängste bezüglich einer sinnlosen Investition.

Das wäre aber bereits der zweite Schritt. Zuallererst müsste jedes Profifußballteam ein Stadion besitzen, welches diesen Namen auch wirklich verdient. Nichts gegen sogenannte Dorfklubs, aber wenn dort nur viertausend Menschen ins Stadion dürfen und diese somit nicht Europacup tauglich sind, so hat dieser Verein keine Berechtigung für den Profifußball. Ein Stadion mit einer Zuschauerkapazität von mindestens 10.000 Zuschauern, Rasenheizung (selbstverständlich auch bei den Trainingsplätzen), einer vernünftigen Infrastruktur, sowie eine für jeden Profiklub verpflichtende Jugendakademie sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Nur auf diese Art kann der Profifußball in Österreich überleben und auch in Zukunft für ein erfolgreiches Nationalteam sorgen.