Montag, 27. April 2015

Im Jahre 2014 wurden weltweit 116 Umweltaktivisten ermordet

Aus einem Bericht mit dem Titel „How many more?“ der NGO namens Global Witness geht hervor, dass im vergangenen Jahr 116 Umweltaktivisten ermordet wurden. Das ist sogar deutlich mehr als die Zahl der getöteten Journalisten. Jene Menschen welche sich zum Wohle der Umwelt und daraus logischerweise folgernd auch für uns Menschen einsetzen, werden gerade in Mittel- und Südamerika auch sehr häufig als Terroristen oder Feinde des Staates bezeichnet.

Die Umweltaktivisten werden sowohl von den Polizisten (bei Demonstrationen) als auch von Auftragskillern erschossen. Das Ergebnis überrascht viele Menschen, weil man zwar regelmäßig von Attentaten auf Journalisten liest, sieht und hört, aber nur ganz selten bei Umweltaktivisten.

Trauriger Spitzenreiter des Jahres 2014 ist Brasilien mit 29 ermordeten Aktivisten. Im Gegensatz dazu waren die meisten ermordeten Journalisten in Syrien zu beklagen. Es waren fünfzehn. In den Jahren 2002 bis 2014 wurden in Brasilien unglaubliche 477 Umweltaktivisten getötet. Auf den traurigen Plätzen zwei und drei finden sich Kolumbien und Peru mit 77 bzw. 67 Opfern. Es fällt auch auf, dass etwa 40 % der Ermordeten, Teil der indigenen Bevölkerung waren.

Es gehört viel Mut dazu sich für eine Sache derartig stark einzusetzen, dass man bereit ist dafür alles aber auch wirklich alles zu geben – nämlich sein Leben.