Sonntag, 5. April 2015

Meinungsumfrage zur Gläubigkeit der Österreicher

Das Linzer Market-Institut hat eine Umfrage unter 419 repräsentativ ausgewählten wahlberechtigten ausgeführt.

60 % der Österreicher glauben nicht daran, dass man in den Himmel kommt wenn man fromm ist und Gutes tut. Der Glaube an die Existenz eines Himmels im Jenseits ist mit 14 % geradezu bescheiden ausgeprägt.

70 % der Österreicher sind auch der Ansicht, dass man nicht in die Hölle kommt, wenn man Böses tut. Nur 10 % der Österreicher glauben an die Existenz der Hölle.
Immerhin 19 % der Befragten glauben an eine Wiedergeburt. Diese Vorstellung gibt es im Buddhismus und Hinduismus. Lediglich 46 % der Österreicher lehnen den Glauben daran kategorisch ab.

68 % der Österreicher – mehr Frauen als Männer – sind der Meinung, dass die katholische Kirche ihre Glaubwürdigkeit verloren hat.

Im Gegensatz dazu bringt Papst Franziskus viel frischen Wind in die katholische Kirche. 61 % der Befragten sind nämlich der Ansicht, dass es dank ihm mit der Kirche wieder aufwärts geht.

Etwa 33 % der Befragten stimmen folgender Aussage zu „Mit dem Tod endet das Leben, danach kommt gar nichts“. Dieser Aussage stimmen vor allem ältere Befragte zu (es wäre wohl besser und leichter wenn man die Vorstellung hat, dass danach vielleicht doch noch etwas ist...)

24 % Zustimmung gibt es auf die Frage ob es denn kein Leben nach dem Tod und keinen Gott gibt.
90 % der Befragten sind übrigens der Ansicht, dass man religiös sein könne, auch ohne einer Religionsgemeinschaft zugehörig zu sein. Über 50 % waren auch der Meinung, dass man keine Religion brauche, wenn man an das Gute im Menschen glaube. Diese Haltung ist besonders bei jenen Menschen ausgeprägt, welche über eine geringe Bildung verfügen.

Wenn 68 % der Österreicher zwar katholisch sind und diese der Meinung sind, dass die katholische Kirche ihre Glaubwürdigkeit verloren hat, so sind auch oder vor allem diese jene 68 % dafür verantwortlich, dass sich diese wieder zu besserem wendet. Ich kann natürlich mit den Schultern zucken, seufzen und dazu jammern „Was kann ich schon ausrichten...“ Die Wahrscheinlichkeit damit eine Wendung zum Positiven herbeizuführen wird gleich null sein. Man könnte aber auch die Ärmel aufkrempeln, wieder einmal in die Kirche gehen (nicht nur zu Weihnachten, zu Ostern und zur Palmkatzerlweihe...). Man könnte sich aktiv am Kirchenleben beteiligen... Man könnte nach der Messe noch in den Pfarrsaal gehen und dort Kommunikation betreiben... ) Das ist für den Anfang gar nicht einmal viel und könnte doch schon einiges bewirken. Wenn dies nur 10 % jener 68 % beherzigen, könnte man damit bereits in kürzester Zeit viel erreichen.

http://derstandard.at/2000013871471/Fuer-68-Prozent-hat-die-Kirche-keine-Glaubwuerdigkeit-mehr